Was einen guten Chef ausmacht

Für drei von vier Beschäftigten ist der Vorgesetzte Stressfaktor Nummer 1. Das behauptet Bob Sutton, Professor für Management Science & Engineering an der renommierten Standford Universität. Wie kann man sein eigenes Führungsverhalten verbessern? Konkrete Tipps, wie aus Ihnen eine bessere Chefin und besserer Chef wird.

1 Geben Sie Ihren Mitarbeitern psychische Sicherheit. Innovationen und Kreativität entsteht nur, wenn man keine Angst vor Fehlern hat. MitarbeiterInnen sollen mit Ideen experimentieren und sich keine Sorgen machen, dass sie im Fall eines Flops bloßgestellt oder bestraft werden.

Gehen Sie mit gutem Beispiel voran und stehen Sie zu Fehlern. Niemand ist perfekt, auch Chefs nicht. Sehr wohl können Sie aber zeigen, wie man aus diesen Fehlern lernt und sich kontinuierlich verbessert.

2 Stellen Sie sich vor Ihre Leute. Wenn eine Führungskraft als „eine von uns“ gesehen wird, ohne Autorität zu verlieren, dann steigt die Leistungsbereitschaft. Packen Sie selbst mit an, verzichten Sie auf überdimensionale Statussymbole.

Ein guter Chef ist immer auch ein Teamplayer und Menschenfreund. Genau da liegt das Problem vieler Vorgesetzten: Sie mögen sich selbst nicht, geschweige denn andere. Führung kann so nicht funktionieren.

3 Nutzen Sie die Macht der kleinen Gesten. Ein „Dankeschön“ zum Portier, die Türe für einen Angestellten aufhalten oder der Sekretärin zu Mittag was von der Kantine mitbringen. Alles kleine Gesten mit großer Wirkung.

Dabei geht es nicht darum, die MitarbeiterInnen zu verhätscheln. Nein, im Gegenteil, ein Chef soll Leistung fordern. Wenn man respektvoll miteinander umgeht und Wertschätzung zeigt, wird das auch gelingen.

Quellen:
CIO Magazin, Christiane Pütter
Sandford Universität, Bob Sutton
Roland Berger Strategy Partners
Perspektive Mittelstand, Dr. Dr. Cay von Fournier